Das Erzählen und das Festhalten der Stimme, sowie das Abspielen der gespeicherten Spur auf Band sind Thema der Arbeit. Eine performative Textkomposition, welche direkt im Moment entsteht und der Frage nachgeht wo sich die Stimme und Erzähltes lokalisieren lassen. Auf vier kleine, mechanische Kassettengeräte werden kurze Texte und Kürzest-Geschichten aufgenommen, abgespielt und wiederum aufgenommen und live verändert. Die Geschichte der Riesentelefonkette wird so Schritt für Schritt zum akustischen unverständlichen Rauschen in dem die Stimmen fast verschwinden. So wird einerseits mit der Mechanik und Funktion der Tonbandaufnahme gespielt und andererseits beleuchtet die Sprache in den Texten selbst dieses Festhalten einer Stimme und den Moment, wenn Worte und Sätze irgendwo ankommen.
Wir waren etwa fünfzig Leute als wir dem Berg entgegen liefen um die Telefonkette zu bilden. „Chinese Whisper“ wie die Neuseeländer sagen. Wir stellten uns also auf zum chinesischen Geflüster. Eine Person nach der Anderen. Die Erste noch in Dorfnähe und die Letzte oben am Gipfel direkt neben dem Selbstbedienungsrestaurant. Zwischen den Leuten jeweils etwas Abstand. Das erste Wort war „So“ und kam oben in der Beiz als „Wo“ an.
Performance, Konzept und Texte
Manuela Imperatori
Dramaturgische Mitarbeit
Johanna Hilari